Dust and Diesel – wie es bei mir dazu kam

Januar 25, 2015  |  Dust and Diesel

Zugegeben, der Reiz eines (Reise-)Blogs liegt eigentlich in der (tages-)aktuellen Berichterstattung. Bei mir sieht es etwas anders aus. Ich missbrauche den Blog nun als öffentliches, nachträglich geführtes Tagebuch. Das hatte für mich die unglaublichen Vorteile, dass ich erstens während der Rallye nicht wie ein Irrer auf der Suche nach Wifi war und gleichzeitig auch nie ein schlechtes Gewissen haben musste. Andererseits wollte ich die Zeit ohne Internet genießen. Eines Vorweg: es hat fantastisch geklappt!

Gleichzeitig half mir das, den ganzen Spaß und die Eindrücke vor Ort besser zu begreifen und zu verarbeiten. Oder zumindest habe ich mir das eingeredet.

Zurück zur Rallye: Wie kam ich dazu?

Deshalb vielleicht zuerst die Frage: Wie kam es dazu? Auf der Suche nach einem 123er bin ich irgendwann während des Studiums -ich schätze es war 2008 – mal über die Website des Dünomaten gestolpert. Dort versteckte sich ein Querverweis auf die Rallye „Dust and Diesel„. Schon beim ersten Lesen fand ich das Konzept einleuchtend und es war klar, dass ich diese Strecke oder Rallye früher oder später einmal selbst erleben möchte. Während des Studiums fehlte irgendwie aber immer entweder das Geld oder die Zeit – oder auch die Ahnung. Meist alles drei.

2011 folgte dann ein eigener W123 – vergessen hab‘ ich die Rallye nie, doch dann kam ein weiterer Schicksalsschlag: Kurz vor Höchberg blieb ich 2012 mit dem Daimler liegen. Nichts tat sich mehr. Kurz rumgetüdelt, rumtelefoniert und dann irgendwann beim D’n’D-Organisator rausgekommen, der zufällig in Höchberg regelmäßig schraubt. Kurz gebabbelt, Fehler gefunden (Kraftstoffpumpenrelais), Schweißdraht gebogen, KPR überbrückt und der Wagen fuhr wieder. Dabei gelernt: So ’nen Benz fällt nicht einfach so aus, und wenn doch, dann lässt sich dieser auch auf die MacGyver-Methode reparieren. Lektion 1 für Afrika gelernt und durch das Gespräch mit Flo wurde das Interesse an der Dust and Diesel erneut entflammt.

Um das Mädel zu überzeugen das Vortreffen für die Mairallye 2014 besucht, danach den Urlaub geklärt und angemeldet. zwei Tage gewartet und dann: Pech gehabt. Rallye ausgebucht. „Ihr steht auf der Warteliste, aber da springt meist keiner mehr ab“, so Flos Worte. Also Alternative gesucht, Brasilien wir kommen. Portugiesisch gelernt, Reiseplan entworfen und dann kommt am 10.10.2014 die Mail:

„Hallo,
für die Dezemberrallye 2014 mußte ein Team krankheitsbedingt absagen, dieser Startplatz ist somit wieder verfügbar.
Wer also im Dezember noch teilnehmen möchte kann dies gerne tun, schreibt mir eine kurze Mail oder ruft mich an unter …

Schöne Grüße
Florian“

Kurzentschlossen zugesagt und dann konnte das Abenteuer beginnen.

Constantin Hack

Ich berichte hier über Young- und Oldtimer, historischen Motorsport und Rostlauben, die mir alltäglich begegnen. Seit über 20 Jahren bin ich angefixt von allem, das Benzin verbrennt, Lärm macht und am besten noch vier Räder hat. In den vergangenen Jahren habe ich in einer PR-Agentur vor allem Kunden aus den Bereichen IT- und Telekommunikation betreut. Diesen Blog betreibe ich als Ausgleich, wenn ich nicht gerade unter meinem W123 liege.


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