Retro Classics 2013

März 25, 2013  |  Veranstaltungen

Eigentlich steh‘ ich nicht so auf Messen. Mir fehlt da einfach der Motorsound und der Geruch nach verbranntem Benzin, Diesel und Kupplungsbelägen. Trotzdem hat mich die Retro Classics in diesem Jahr angezogen – ich hatte die Messe bisher noch nicht live erlebt und war eh auf der Rückreise vom Münchener Bierfestival „Braukunst-Live„.

Also rein ins Getümmel, bzw. auf den Vorplatz – denn da dürfen Old- und Youngtimer kostenlos parken – nur verkaufen oder zum Verkauf anbieten darf man sie nicht. Im vergangenen Jahr hat das durch nicht wissen oder Ignoranz zu einigen langen Gesichtern geführt, als die Autos dann abgeschleppt wurden. Als wir am Sonntag gegen 10:00 Uhr ankommen ist der Vorplatz noch recht leer. Lag vielleicht am durchwachsenen Wetter. Immerhin füllte sich der Platz im Laufe des Tages – vor allem mit Alltagsoldies: Neben Opel Kadett und Commodore standen eine Menge Mercedes 123er und /8er, Ford Taunus und ein paar Ami-Schlitten wie Ford Ranchero auf dem Freigelände.

Auf dem Messegelände geht es dann direkt mit den Autos von „The Auctioneers“ los. Die 40 Oldies waren eigentlich zur Auktion bestimmt. Da gab es jedoch Probleme mit der Bürokratie und dem Zoll. Nun findet die AUktion auf dem Oldtimer-Treffen DolderClassics statt.

Mein Highlight auf der Messe: Dieser Ferrari 330 America. Insgesamt wurden nur 50 Exemplare des America hergestellt. Der auf der Retro Classic ausgestellte wagen wurden 1975 mit einem Kupplungsschaden abgestellt. Er hat erst 17.267 Meilen auf dem Tacho. Der jetzige Besitzer stellte das Fahrzeug aus und befragte das Publikum: „restaurieren oder so lassen?“ Wenns nach mir geht, dann soll der Wagen genau so bleiben. Zwar hat der Lack gelitten, aber der Motor dreht wohl. Und das schöne ist: Die Patina ist Original – und nicht nachträglich aufgetragen, wie bei vielen anderen Fahrzeugen auf der Retro Classics.

Hier noch eine kleine Auswahl an Bildern (vielen Dank an Heiko):

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Kurzes Resümee: Interessante Messe, die vor allem durch die historischen Laster (Halle 8), die Ami-Schlitten und die Sonderschau „Vom Eisenrad zum Ackerluftreifen“ punkten konnte. Ein Minus gibt es für die Markenvielfalt (gefühlt 40 Prozent Mercedes (v.a. Pagode), 40 Prozent 911 und 20 Prozent Neuwagen) sowie für den Eintrittspreis.

Constantin Hack

Ich berichte hier über Young- und Oldtimer, historischen Motorsport und Rostlauben, die mir alltäglich begegnen. Seit über 20 Jahren bin ich angefixt von allem, das Benzin verbrennt, Lärm macht und am besten noch vier Räder hat. In den vergangenen Jahren habe ich in einer PR-Agentur vor allem Kunden aus den Bereichen IT- und Telekommunikation betreut. Diesen Blog betreibe ich als Ausgleich, wenn ich nicht gerade unter meinem W123 liege.


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