E steht für Edsel: Designer Roy Brown gestorben

März 1, 2013  |  Tellerrand
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Von den Edsel sind nicht viele übrig geblieben © Thomas Hawk

Gerade hab ich auf Jalopnik gelesen, dass der Designer des Ford Edsel gestorben ist. In Deutschland spielte der Mittelklasse-Wagen von Ford keine Rolle. Anders war das in den USA: Dort sollte der Edsel Ford die gesamte Mittelklasse erschliessen. Doch heute dient der Wagen als Musterbeispiel eines Flops. Die Gründe sind vielschichtig: Vielleicht lag es am „Muschi-Maul“, sicherlich jedoch war die Rezession daran Schuld. So wurden am Ende nur knapp über 110.000 Edsel in drei Modelljahren gebaut, geplant hatte Ford über eine Millionen.

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Der Ford Edsel gilt vielen heute als Musterbeispiel eines Flops, der Designer ist daran nicht zugrunde gegangen © Telstar Logistics

Am Sonntag ist nun Roy A. Brown im Alter von 96 Jahren gestorben. Neben dem Edsel war er auch verantwortlich für den Ford Cortina, der sich als großer Erfolg erwieß – insgesamt über 4,5 Millionen Cortinas konnte Ford weltweit absetzen. Denn so war Brown, der Edsel-Flop hat ihn nicht runtergezogen: „Ich hab mich zwei Tage betrunken und dann hab ich mir gesagt: Drauf geschissen! Mein Enthusiasmus hat mich dort hingebracht, wo ich war und wird mich auch wieder dorthin bringen“.

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Auch für das Design des Ford Cortina war Roy A. Brown verantwortlich © prorallypix

Constantin Hack

Ich berichte hier über Young- und Oldtimer, historischen Motorsport und Rostlauben, die mir alltäglich begegnen. Seit über 20 Jahren bin ich angefixt von allem, das Benzin verbrennt, Lärm macht und am besten noch vier Räder hat. In den vergangenen Jahren habe ich in einer PR-Agentur vor allem Kunden aus den Bereichen IT- und Telekommunikation betreut. Diesen Blog betreibe ich als Ausgleich, wenn ich nicht gerade unter meinem W123 liege.


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