Vila Real: Eine Rennstrecke zum Verlieben

Februar 7, 2013  |  historische Rennstrecken

Ich bin ein großer Fan der Facebook-Gruppe Motorsport Golden Age! Jeden Tag zaubert mir die Gruppe ein Lächeln auf die Lippen – so auch an diesem Montag, als dieses Bild gepostet wurde:

https://www.facebook.com/#!/photo.php?fbid=467423616644374&set=a.393305524056184.101086.393290657391004&type=1&theater

GPL-gestählt kenne ich viele historische Rennstrecken, egal ob Spa-Franchorchamps (die 15-Kilometer-Variante), Rouen, Targa Florio (Eine Runde = 65 Kilometer) oder Halle-Saale-Schleife – ich kenn sie alle, ich ras‘ sie alle. Aber diese war mir bisher vollkommen unbekannt und dabei liebe ich historische Rennstrecken, insbesondere, wenn sie durch eine Stadt gehen. Für mich ist das Bild so toll, weil es alle Sinne einfängt:

Fünf brüllende Formel-3-Karren heizen über eine Brücke (Ponte de Ferro über den Rio Corgo) und werden dabei von einem Hubschrauber, der in einem unglaublichen Winkel am Himmel steht, verfolgt. Ich kann verbranntes Öl und Benzin riechen, irgendwo ist da auch noch ein bisschen Kupplungsgeruch dabei und der Lärm vom Hubschrauber und den Boliden muss unglaublich sein.

Was den Schnappschuss außerdem besonders macht: Es gibt keine Sicherheitsmaßnahmen, die Formel-Fahrzeuge haben noch die Zigrarrenform ohne aerodynamischen Hilfsmittel (Flügel, Flaps, Luftleitbleche…), der Kommerz ist noch nicht ausgebrochen und die Kurven sind nicht berechnet, sondern durch die Geschichte der Stadt entstanden. Rennsport in seiner reinsten Form, wer „Flat Out“ über diese Brücke fährt, hat Eier in den Hosten und keinen Werbevertrag im Kopf.

Hier noch ein Bild der Brücke aus einer anderen Perspektive:

https://www.facebook.com/#!/photo.php?fbid=474792935907442&set=a.393305524056184.101086.393290657391004&type=3&theater

Und hier der Start des 1968er Rennens

Constantin Hack

Ich berichte hier über Young- und Oldtimer, historischen Motorsport und Rostlauben, die mir alltäglich begegnen. Seit über 20 Jahren bin ich angefixt von allem, das Benzin verbrennt, Lärm macht und am besten noch vier Räder hat. In den vergangenen Jahren habe ich in einer PR-Agentur vor allem Kunden aus den Bereichen IT- und Telekommunikation betreut. Diesen Blog betreibe ich als Ausgleich, wenn ich nicht gerade unter meinem W123 liege.


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